Durch eine gute Bildung können Kinder ihre eigene Zukunft aktiv gestalten und mit den erlernten Fähigkeiten nachhaltig Einfluss auf Veränderungen in ihrem Land nehmen.
Die Bildung in Haiti hat leider einen sehr schlechten Ruf. Da der Staat auf diesem Gebiet jahrzehntelang kläglich versagt hat, sind heute laut Auswärtigem Amt über 80 Prozent der Schulen privatisiert. Das bedeutet, dass für den Schulbesuch hohe Gebühren anfallen. Dazu kommen Anschaffungskosten für Schulmaterialien wie Bücher, Hefte, Stifte und für die Schuluniformen. Daher ist der Besuch einer Schule für viele Kinder in dem verarmten Karibikstaat nur schwer oder sogar gar nicht finanzierbar. Die Folge ist ein zu niedriger Anteil an Einschulungen sowie eine hohe Abbruchquote. 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind Analphabeten. Viele Lehrer sind nicht gut ausgebildet. Zudem sind viele Schulen schlecht ausgestattet und die Klassen sind zu groß.
Seit einiger Zeit hindern massive Bandengewalt und politische Unruhen viele Schüler daran regelmäßig den Unterricht zu besuchen. Der Zugang zu Bildung ist vielfach eingeschränkt.